Hauskauf Beratung durch Immobiliengutachter

Altbau Hauskauf - Wenn das Wohnzimmer zum Erlebnisbad wird

Hausinspektor Schulz kennt die häufigsten Mängel bei Gebrauchtimmobilien

Auf den ersten Blick, ein Traum - verwinkelte Altbauten, Bungalows im Grünen oder schicke Stadt-Apartments. Doch nicht selten trügt der Schein vom lauschigen Idyll: Da bröckelt der Putz oder leckt die Wasserleitung, das Dach ist undicht oder die Wand mit Schadstoffen verseucht. Für Laien lassen sich viele dieser Mängel gar nicht ausmachen. Immer mehr Käufer fallen daher auf die Nase, wenn es darum geht, den Wert einer Immobilie korrekt zu bestimmen. Hat sich das anfängliche Traumhaus erst einmal als kapitale Bruchbude entpuppt, gehen viele tausend Euro unnötig den Bach hinunter.
 
Einfaches Geschäftmodell
Diese traurigen Geschichten kennt Bernhard Schulz, Bausachverständiger für Schäden an Gebäuden und Wertgutachter aus Obernburg am Main, nur zu gut. Seit einem Jahr gehört er dem deutschlandweiten Netzwerk von 'Der Hausinspektor' an. Als einer von 18 Sachverständigen ist er jetzt für das Rhein-Main-Gebiet zuständig und nimmt Häuser von Bad Homburg bis Aschaffenburg genau unter die Lupe. Das Geschäftsmodell des Gutachterverbundes ist einfach: Für ein Grundhonorar von rund 300 Euro nehmen die Spezialisten ein Objekt genau in Augenschein und erstellen eine Expertise. Weist das Haus keine größeren Mängel auf und entspricht es dem veranschlagten Kaufpreis, endet die Arbeit von Schulz und seinen Kollegen nach einer ausführlichen Begehung. Gibt es jedoch Grund zur Beanstandung, wird mit dem Verkäufer neu über den Preis verhandelt. Die erzielte Ersparnis kommt dem Käufer zugute. Allein das Honorar der Hausinspektoren wird davon abgezogen – zwischen 20 und 30 Prozent je nach Immobilienwert.
 
Fehlerquellen lauern überall
Das Verfahren hat sich in Amerika bereits bewährt. Doch auch hierzulande nimmt der Trend zum unabhängigen 'Hauscheck' weiter zu. Im Gegensatz zum Makler, der eine Immobilie möglichst teuer verkaufen muss, ist der Hausinspektor nur dem Wohl des Käufers verpflichtet. Ein weiterer Nachteil des Maklers: "Oft kennt er die Immobilie gar nicht, die er verkaufen soll", berichtet Schulz aus eigener Erfahrung. Aussagen wie "Oh, das habe ich ja gar nicht gewusst" habe er von Maklern schon mehr als einmal gehört. "Eigentlich ist das doch unverantwortlich", ärgert er sich.
 
Fehlerquellen können überall lauern, das hat Schulz seine langjährige Arbeit gelehrt. Besonders häufig musste er bei gebrauchten Immobilien einschreiten: Feuchtigkeit im Mauerwerk oder Kellerbereich, an Terrassen- oder Balkonanschlüssen sowie bei Abwasser- oder Regenwasserleitungen sind die häufigsten Schäden. "Daraus entstehen schnell Schimmelpilze", die sogar die Gesundheit gefährden. Auch der Innenraumausbau hat es in sich: Holzschutzmittel wie PCB oder Lindan können sich in fast allen Bereichen befinden, vom Boden bis zur Decke.
 
Risiko für Leib und Leben
Damit erschöpft sich das Schaden-Repertoire aber noch lange nicht. Veraltete Heizungsanlagen samt fehlenden Rohrisolierungen können den Neu-Eigentümer teuer zu stehen kommen, schlampige Elektroinstallationen sogar zum Risiko für Leib und Leben werden. "Ohne Heizung auskommen zu müssen, ist da fast das kleinste Problem." Richtig ungemütlich wird es erst, wenn Dachabdichtungen ungenügend gewartet oder nur provisorisch geflickt wurden. "Von einem feuchtfröhlichen Vergnügen kann man wohl kaum sprechen, wenn sich das Wohnzimmer in ein Erlebnisbad verwandelt."
 
Nicht zuletzt besorgt die Natur das Übrige: "Terrassen, Lichtschächte und Eingänge sind oft völlig zugewuchert." Starker Wildwuchs an der Fassade nage an einer Immobilie – der Putz wird im Laufe der Zeit stark beschädigt. "Abgesehen von der entstehenden Feuchtigkeit kann Laub auch die Regenrinne verstopfen und so den Wasserabfluss verhindern", erklärt der Profi. Unliebsame Überraschungen gibt es also genug – nur zu wenig Käufer, die sie erkennen.
 
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