Hauskauf: Gekauft wie gesehen? Vorsicht beim Immobilien-Kauf 

Altes Haus gekauft: Email an Der Hausinspektor

wir haben mit Besitzübergang zum x.x.07 ein Haus in XXX gekauft. Baujahr 196x, Dach 
neu geziegelt, Haus neu
verklinkert, Räume im Erdgeschoß (Dach ist nicht ausgebaut) alle in Ordnung, Keller an den Außenwänden mit Holzpaneelen verschalt, Treppenabgang zum 
Keller bis auf halbe Höhe mit Plastikpaneelen
verkleidet.  Makler der Immobilie war für den 
Verkäufer XXX-Immobilien.
Das Haus hat 100 qm Wohnfläche im EG, Kaufpreis war bei 1XX.000 €

(sehr großes und schönes Grundstück).

Keller feucht - Schimmel unter der Paneele
Nun das Problem: nachdem wir die Paneele aus Plastik an der Treppe entfernt hatten, standen 
wir vor einer bis auf 3m Höhe feucht-nassen, schimmeligen Wand (teilweise weißer Schimmel).

Der Gutachter der Wohngebäudeversicherung sowie ein Bauingenieur haben dann festgestellt, 
daß alle Kellerwände befallen sind, auch bis 2 Meter Höhe und haben das Haus als derzeit unbewohnbar klassifiziert.

Lt. Kaufvertrag ist das Haus "gekauft wie gesehen", es sei denn, dem Verkäufer ist nachzuweisen, 
daß er einen Schaden verschwiegen hat. Lt. Gutachter der Versicherung und Bauingenieur ist 
der Schaden schon älteren Datums und hängt damit zusammen, daß das Haus mit Baujahr

1969 noch keine Drainage hat. Dem Verkäufer müßte also bekannt  gewesen sein, daß sein 
Haus da ein Problem hat - wahrscheinlich hat er die Wände auf seine eigene Art und Weise 
mit den Paneelen 
"saniert". Interessant war auch, daß an der Treppe zum Keller die Paneele auch nur bis zum Ende des Schimmels reichten.

 Schalten Sie schon vor dem Kauf einen Gutachter ein: www.der-Hausinspektor.de

Bereits bei der Begehung roch es feucht

Ehrlich gestanden muß ich sagen, daß es im Keller auch ein wenig  muffig roch - hätte ich 
bloß auf meinen Instinkt gehört. Ich habe mich einfach zu sehr auf die Gesamt-Optik 
des Hauses verlassen und 
darauf, daß der Makler, der auch damit wirbt, Gutachter für Immobilienbewertung zu sein, über Mail auf meine Anfrage bescheinigt  hat, daß seines 
Erachtens "kein Schimmel und keine Feuchtigkeit vorliegt". 
Kann mir jemand eine Einschätzung 
geben, wie die Chancen für mich 
stehen? Einen Anwaltstermin haben wir in der nächsten Woche. 
Ich 
denke über Rückabwicklung des Kaufvertrags nach, weiß aber nicht, ob  der Verkäufer das 
Geld hat, mir die Summe zurückzuzahlen - als Gläubiger stehe ich ja dann wohl auch an letzter 
Stelle. Eine andere Möglichkeit wäre, die Behebung des Schadens vom Verkäufer / Makler zu
fordern - sehe ich das richtig? Für Tipps zum weiteren Vorgehen etc. wäre ich sehr dankbar.

Unser Tipp!
Schalten Sie vor dem Kauf einen Gutachter ein, der Sie berät! Die Feuchtigkeit wäre dem Gutachter sicherlich aufgefallen. Auch die Konstruktion aus Paneelen im Keller hätte bei einem Gutachter die Alarmglocken schrillen lassen. Ob der Verkäufer für die Mängelbehebung aufkommen muss oder der Kauf rückabgewickelt werden muss, kann jetzt nur noch ein Gericht klären. Die Kosten für einen Rechtsanwalt und das Prozesskostenrisiko werden sehr hoch werden.

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